
Dafür stehe ich
Ich mache Politik für eine Gesellschaft des Respekts. Eine Gesellschaft, die Vielfalt als Stärke begreift und jede Leistung und jeden Lebensentwurf anerkennt. In der die Verwaltung den Bürgerinnen und Bürgern auf Augenhöhe begegnet und dem Anspruch gerecht wird, ihr Leben einfacher zu machen.
Der Saalekreis ist meine Heimat, mit seinen lebendigen Gemeinden, der starken Industrie, den weiten Landschaften und den Menschen, die jeden Tag anpacken, gestalten und zusammenhalten. Hier verbinden sich Bodenständigkeit und Zukunftsdenken, Tradition und Veränderung.
Ich möchte, dass unsere Region auch in Zukunft ein Ort bleibt, an dem man gern lebt, arbeitet und seine Kinder großzieht. Dafür brauchen wir Mut zu neuen Ideen, Vertrauen in unsere Gemeinschaft und eine Politik, die zuhört und handelt.
Mir geht es um eine Gesellschaft, in der Zusammenhalt mehr zählt als Gegeneinander, in der jede und jeder gesehen wird und wir gemeinsam Verantwortung für unsere Zukunft übernehmen. Der Saalekreis hat alles, was es dafür braucht: engagierte Menschen, starke Strukturen und das Herz am richtigen Fleck.
Diese Energie möchte ich in den Landtag tragen, damit unsere Heimat auch morgen stark, lebenswert und gerecht bleibt.
Kulturerbe muss nicht nur bewahrt, sondern auch wissenschaftlich begleitet werden.
Der Saalekreis birgt einen wahren Schatz – nicht allein in seinen Burgen, Kirchen, Museen und archäologischen Stätten, sondern vor allem in den Geschichten, die diese Orte lebendig erzählen. In der kulturellen Kontinuität, die über Jahrhunderte hinweg Menschen verbindet und prägt, spiegelt sich eine unsichtbare, aber kraftvolle Essenz wider. Von der Burg Wettin, der Stammburg des Fürstenhauses, über das Carl-Loewe-Museum bis hin zu den historischen Dorfkirchen und dem Schloss Seeburg: Unser Kulturerbe ist keine verstaubte Nostalgie, sondern das pulsierende Fundament unserer Gegenwart.
Die Bedeutung dieses Erbes reicht längst über romantische Verklärungen hinaus. Kulturerbe schafft Arbeitsplätze, zieht Besucher an, stärkt den Tourismus und belebt handwerkliche Traditionen. Es macht Regionen lebenswert und damit attraktiv für Fachkräfte und Unternehmen, die hier Wurzeln schlagen wollen. Ein gepflegtes kulturelles Gedächtnis ist ein unschätzbarer Standortvorteil. Doch diese wirtschaftliche Kraft bleibt ungenutzt, wenn wir unseren Schatz nicht kennen, nicht bewahren und nicht mit Weitblick entwickeln.
Hier setzt ein oft unterschätztes Prinzip an: Kulturerbe-Management braucht Wissenschaft. Das ist kein akademischer Luxus, sondern eine praktische Notwendigkeit. Nur durch sorgfältige archäologische Untersuchungen, kunsthistorische Analysen und denkmalpflegerische Expertise können wir wirklich verstehen, was wir besitzen – und wie wir es bewahren.
Bildung ist eine Investition in die Zukunft
Bildung ist der Schlüssel zur Zukunft – doch als Familienvater, der täglich erlebt, wie Lehrkräfte ohne digitale Ausstattung unterrichten, Eltern weite Wege zu Kitas zurücklegen und Klassen wegen Personalmangels aufgeteilt werden, wird eines deutlich: Dieses Bekenntnis bleibt oft bloße Rhetorik.
Unsere Schulen sind mehr als Lernorte – sie sind Ankerpunkte für Familien, Räume des Zusammenhalts, in denen Kinder echte Chancen erhalten sollen. Doch das gelingt nur auf einer soliden materiellen Grundlage. Moderne Technik ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Kinder brauchen den selbstverständlichen Umgang mit digitalen Werkzeugen. Sichere und einladende Gebäude wirken sich nachweislich positiv auf Lernleistung, Wohlbefinden und Gesundheit aus.
Im ländlichen Raum kommt eine weitere Herausforderung hinzu: kurze Wege sind hier entscheidend. Wenn Eltern ihre Kinder eine halbe Stunde zur Kita fahren müssen, während sie selbst zur Arbeit eilen, ist das weder familienfreundlich noch wirtschaftlich sinnvoll. Eine flächendeckende, verlässliche Betreuung ist daher nicht nur eine Frage der Chancengleichheit für Kinder, sondern auch der wirtschaftlichen Teilhabe von Müttern und Vätern.
Chancengleichheit bedeutet nicht, dass alle das Gleiche bekommen, sondern dass alle dieselbe Qualität und Unterstützung erfahren – ob in Halle oder in einem Dorf im Saalekreis. Das ist eine politische Entscheidung. Länder, die das ernst nehmen, investieren gezielt in ländliche Schulen, locken gute Lehrkräfte mit besseren Bedingungen und schaffen digitale Infrastruktur proaktiv – nicht erst in der Krise.
Ausbildung als Fundament
Bildung und Ausbildung sind der Schlüssel zu einer drängenden Frage: Wie bewahren wir den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt unserer Heimat? Im Saalekreis erleben wir eine besorgniserregende Entwicklung – unsere Jugend zieht fort. Junge Menschen, die hier ihre Ausbildung beginnen, verlassen die Region, um in größeren Städten oder Gegenden mit vermeintlich besseren Chancen ihr Glück zu suchen. Dieses Phänomen ist weit mehr als ein demografisches Problem; es ist ein wirtschaftliches und ein Vertrauensproblem zugleich.
Die zentrale Frage bleibt: Wenn Staat und Wirtschaft keine verlässlichen Ausbildungsbedingungen schaffen, warum sollten junge Menschen bleiben? Diese Realität spüren wir täglich. Handwerksbetriebe suchen Auszubildende, Unternehmen müssen Stellen abbauen, weil Nachwuchs fehlt, und Verwaltungen kämpfen mit Personalengpässen.
Es braucht einen Wandel: Ausbildung muss als strategische Fachkräftesicherung verstanden werden. Regionen, die das erkannt haben, machen Ausbildung attraktiv – durch faire Bezahlung, echte Aufstiegschancen, moderne Ausstattung und eine politische Botschaft, die Handwerk ebenso wertschätzt wie akademische Karrieren.
Ein gut ausgebildeter Elektriker, Klempner oder Verwaltungsfachangestellter wird morgen genauso gebraucht wie heute – vielleicht sogar noch mehr. Wer diese Fachkräfte hält, sichert sich einen Wettbewerbsvorteil. Wer sie verliert, verliert seine Zukunft.
Infrastruktur und Verkehr sind wichtig.
Im Saalekreis, wo die ländlichen Gegenden oft im Schatten der Städte verblassen, zahlt die Bevölkerung einen hohen Preis für jahrelange Vernachlässigung. Jeden Morgen kämpfen Pendler sich über marode Straßen, deren Schlaglöcher wie heimtückische Stolpersteine den Alltag erschweren. Wer auf schnelles Internet angewiesen ist – sei es zum Arbeiten, Lernen oder Gründen – stößt in vielen Orten auf Funkstille. Diese Herausforderungen sind keine Luxusprobleme, sondern grundlegende Voraussetzungen für ein gleichwertiges Leben, die der Staat gewährleisten muss.
Gute Straßen sind weit mehr als bloßer Komfort; sie bilden das Rückgrat unserer Wirtschaft. Ein Handwerksbetrieb, dessen Fahrzeuge täglich über Schlaglöcher rumpeln, verliert wertvolle Zeit und Geld. Familien, die lange Wege zur Arbeit oder Schule auf sich nehmen, büßen Lebensqualität ein. Unternehmen, die sich ansiedeln wollen, prüfen zuerst die Infrastruktur – und wenn diese mangelhaft ist, suchen sie ihr Glück anderswo. Jede kaputte Straße sendet eine klare Botschaft: Hier wird nicht investiert. Hier fühlt man sich nicht willkommen.
Verlässliche Verkehrsanbindungen sind ein sozialer Kitt. Ältere Menschen, die nicht mehr selbst fahren können, sind auf Busse angewiesen. Jugendliche brauchen sichere Verbindungen zu Schulen und Ausbildungsstätten. Pendler erwarten Pünktlichkeit, um ihren Arbeitsplatz zuverlässig zu erreichen. Jeder ausgefallene Bus, jeder entfallene Zug ist mehr als nur ärgerlich – es ist ein gebrochenes Versprechen des Staates.
Das Ehrenamt unterstützen statt ausbremsen.
Im pulsierenden Herzen des Saalekreises schlägt das Ehrenamt mit unermüdlicher Kraft. Ohne die engagierten Freiwilligen in unseren Vereinen, Feuerwehren, Sportgruppen und sozialen Initiativen würde vieles zerbrechen. Sie sind es, die unsere Kinder fördern, Leben retten, Dorffeste mit Leben erfüllen, sich liebevoll um Ältere kümmern und das unsichtbare Band der Gemeinschaft knüpfen. Ehrenamt ist weit mehr als eine Freizeitbeschäftigung – es ist systemrelevante Arbeit, die der Staat dringend braucht, um zu funktionieren.
Doch wer sich ehrenamtlich engagiert, begegnet täglich einem paradoxen Bild: Der Staat preist das Ehrenamt in feierlichen Reden, erschwert es im Alltag jedoch durch undurchsichtige Bürokratie. Ein Förderverein möchte den Schulhof verschönern – und gerät in ein Labyrinth aus Anträgen, Fristen und unverständlichen Vorschriften. Ein Sportverein will bereitstehende Gelder abrufen – doch die komplexen Antragsverfahren ersticken das Engagement, bevor der erste Euro fließt. Eine Feuerwehr braucht neue Ausrüstung – doch die Beschaffung verzögert sich, weil Vergaberecht und Verwaltungsprozesse den Weg versperren.
Es braucht klare Schritte: vereinfachte Antragsverfahren für kleine und mittlere Förderungen, digitale Lösungen, die Zeit sparen statt neue Hürden schaffen, weniger Nachweise und dafür mehr Vertrauen, Ansprechpartner in der Verwaltung, die wirklich unterstützen statt blockieren. Vor allem aber braucht es eine deutliche politische Botschaft: Ehrenamt ist keine Last, die man verwaltet, sondern ein Schatz, den man behütet.
Das Geld anderer Leute.
Sachsen-Anhalt steht unter finanziellem Druck – das ist kein Geheimnis. Knappe Kassen, steigende Ausgaben, eine schrumpfende Bevölkerung: Diese Rechnung geht nicht auf. Doch das ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken oder blindlings an allen Ecken zu sparen, wo es schmerzt. Jetzt zählt kluge, verantwortungsbewusste Haushaltspolitik.
Mit meiner Erfahrung in der öffentlichen Verwaltung kenne ich das System. Ich kenne die Verwaltungsprozesse, die lange Zeit brauchen, obwohl es schnell gehen kann. Ich erkenne Vorschriften, die einst sinnvoll waren, heute aber nur noch blockieren. Und ich weiß: Es gibt Einsparpotenziale, ohne dass dabei auch nur ein Cent von wirklich notwendigen Leistungen verloren geht. Das ist nicht böse gemeint. Es ist die Trägheit von Systemen, die so lange funktioniert haben, dass niemand mehr hinterfragt, ob sie es noch tun.
Dazu gehört auch eine schlanke Verwaltung. Konkret heißt das: Prozesse digitalisieren, die noch per Post laufen. Entscheidungswege verkürzen, die fünf Vorgesetzte durchlaufen. Doppelstrukturen abbauen, wo sie sich eingeschlichen haben. Das kostet Zeit und Mut – aber kein Geld. Im Gegenteil: Eine schlanke Verwaltung spart Kosten und arbeitet effizienter.
Bürokratie konsequent abbauen. Viele Vorschriften sind aufgebläht, unklar, widersprüchlich. Sie bremsen Ehrenamtliche, Unternehmer und frustrieren Bürger. Jede Regel, die sich vereinfachen oder streichen lässt, spart nicht nur Verwaltungsaufwand – sie schenkt den Menschen ihre Zeit zurück. Und das ist unbezahlbar.
Investitionen intelligent priorisieren. Mit weniger Geld mehr erreichen – das ist die Herausforderung. Nicht überall sparen, sondern genau überlegen: Wo entfaltet ein Euro die größte Wirkung? Wo sichern wir Arbeitsplätze und Zukunftsperspektiven? Wo stärken wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Das erfordert Analyse statt Aktionismus.